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Datacenter Bruneck

Im Data Center Bruneck gibt es IT-Infrastrukturen, die eine geografische Redundanz von Daten und Diensten gewährleisten. Über eine Hochgeschwindigkeitsverbindung sind die beiden Data Center miteinander verbunden. Dadurch wird eine konstante Datenabstimmung ermöglicht. Die meisten Daten im Data Center Bozen wurden bereits im Data Center Bruneck reproduziert. In Zukunft können die Dienstleistungen im Bedarfsfall direkt vom Data Center in Bruneck erbracht werden.

Mit der Inbetriebnahme des Data Center Südtirol werden die Betriebszeiten der Geräte erhöht, der Energieverbrauch unter Berücksichtigung der ökologischen Nachhaltigkeit (Green Data Center) gesenkt und damit die Betriebskosten einer Anlage "mission critical" niedrig gehalten.

Das Data Center Südtirol basiert auf drei stabilen Säulen: Sicherheit, Dienste und Kompetenzen.

Agid (Agenzia per l'Italia digitale) stuft das Data Center in Bozen als Gruppe A/PSN-Kandidaten ein.  Die übrigen Rechenzentren auf dem Landesgebiet werden als Gruppe B eingestuft und müssen daher in den nächsten Jahren ihren Betrieb einstellen.

Sicherheit

Die Sicherheit wird definiert als Vertrauneswürdigkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten.

Neben der geografischen Redundanz wurden die beiden Data Center nach dem Grundsatz der lokalen Redundanz gebaut, um eine möglichst große Verfügbarkeit der Dienste zu gewährleisten. Die Anlagen sind an beiden Standorten redundant: die elektrische Anlage, die Stromaggregate, das Kühlsystem und die Stromerzeugungsanlagen, die für die Stromversorgung der Rechenzentren bei längerem Stromausfall nötig sind.

Redundanz der IT-Infrastruktur

Auch die IT-Infrastruktur ist redundant. Die eingesetzten technologischen Lösungen gewährleisten eine angemessene Leistung, ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Effizienz.

Die Bedeutung der neuen Infrastruktur

Der Aufbau der innovativen IT-Infrastruktur im Data Center Bruneck gewährleistet, anhand modernster Technologien, die Zuverlässigkeit der Dienste der öffentlichen Verwaltungen im Land. 

Die Infrastrukturdienste wurden auf der Grundlage des Cloud Service Provider definiert, um den Einrichtungen Standarddienste zu bieten und die Migration im neuen Data Center zu erleichtern. Die Standardisierung vereinfacht auch den Betrieb des Data Centers, senkt die Betriebskosten und ermöglicht die Automatisierung im Delivery- und Provisioning der Dienste durch Reduzierung des Time-to-Markets.

Die Inhouse-Komeptenzen

Die vom Data Center bereitgestellten Infrastrukturen und Dienstleistungen sind komplex und erfordern für ihre Umsetzung und ihren Betrieb den Einsatz zahlreicher Fachkräfte mit hohem technischem und organisatorischem Profil. Das Infrastrukturmanagement erfolgt unter Verwendung zertifizierter Verfahren nach ISO 9001. 27001 und 14001.

Die Südtiroler Informatik AG will deshalb weiter auf die Ausbildung und Zertifizierung der Mitarbeitenden setzen mit dem Ziel, ein starkes, landesweites Kompetenzzentrum für die Verwaltung des Data Centers zu schaffen.

Green Datacenter – ISO 14001 

Im Zuge der Planung und Bauphase der Anlage lag die besondere Aufmerksamkeit beim Energieverbrauch. Eine Struktur dieser Größenordnung benötigt viel Energie und Einsparungen von wenigen Prozentpunkten führen gleich zu erheblichen wirtschaftlichen Einsparungen und zu einer geringeren Umweltbelastung.

Freecooling 

Die Kühlgruppen, welche die Struktur kühlen, befinden sich auf dem Dach und sind mit Freecooling-Technologie ausgestattet. Diese Technologie nutzt in der Wintersaison die Außentemperatur, um das für die Kühlung der Geräte notwendige Wasser abzukühlen. In den Wintermonaten schrumpft der Verbrauch der Kühlgruppen gegenüber der Sommersaison daher um zwei Drittel.

Kalt-Warm,-Korridor

Im Datencenter wurden warme Korridore zur Eindämmung der Temperatur eingerichtet. Das ist die häufigste Form der  Wärmerückhaltelösung in Rechenzentren. Eine bewusste Abschottung der Luft führt zu erheblichen Energieeinsparungen. Diese Lösung ermöglicht es auch, die Schwankungen der Umgebungstemperatur im Data Center einzudämmen und die so Gefahrenherde zu reduzieren.

Mehr Infos zum Data Center Südtirol

Die physische Sicherheit steht an erster Stelle! In beiden Einrichtungen befinden sich Kontrollen für Zutriffe und Videoüberwachungssysteme mit Bewegungssensoren. Das Anmeldesystem erfolgt mit Badge und alle Zutritte werden aufgezeichnet. Die Verfahren für den Zutritt zu den beiden Data Centern sind sehr streng und klar definiert.

IT-Geräte benötigen kontrollierte Umgebungsbedingungen, um effizient arbeiten zu können, insbesondere bei bestimmten Temperaturen, Feuchtigkeit und auch bei optimaler Eingangsqualität. Beide Anlagen verfügen über ein Überwachungssystem, das die Lufttemperatur und -feuchtigkeit sowie die Wassertemperatur am Eintritt in die Kühlanlagen, den Stromverbrauch und eine Reihe anderer funktionieren. Bei Problemen warnt das System das Personal oder den Bereitschaftsdienst rund um die Uhr.

Zentral verwaltete Infrastrukturdienste entsprechen dem Modell Cloud Service Provider (Iaas, Paas).

Die virtuelle und konsolidierte Infrastruktur sorgt für Flexibilität bei Provisioning und Skalierbarkeit; die Einrichtungen müssen sich nicht mehr um den Kauf der Infrastruktur kümmern

Fläche der Data Center:

  • Bozen: 300 m2,
  • Bruneck: 180 qm;

Racks:

Racks sind die Serverschränke, in die IT-Geräte eingebaut werden können.

  • Bozen: 55 Rack,
  • Bruneck: 46 Rack;

USV geben die maximale Computerleistung an, die installiert werden kann. Im Vergleich: mit 400Kw werden ca.  100 herkömmliche Wohnungen mit typischen 3Kw-Anschlüssen versorgt.

  • Bozen: 400Kw,
  • Bruneck: 320Kw;

Stromerzeugungsaggregate versorgen bei längeren Stromausfällen die Anlage sowie die Kühlanlagen. Im Krankenhaus Bruneck wurde das Data Center in die Elektro- und Kühlanlage des Krankenhauses integriert und damit die bestehende Redundanz übernommen.

  • Bozen: 1 - 1,2 Mw,
  • Bruneck: 2, gemeinsam mit dem Krankenhaus;

Darüber hinaus gibt es Internet-Zugänge und Verbindungen zu den Einrichtungen mittels Glasfaser.

  • Bozen: Internetzugang 2 - 1 Gbit; Zugang der Stellen n - 10 Gbit;
  • Bruneck: Internetzugang 2 - 1 Gbit; Zugang der Stellen n - 10 Gbit (in Arbeit).