Voller Erfolg der Tagung „Fit4digital Cybersecurity“
28.11.2022 | News
Mehr als 3.200 Personen waren mit dabei – entweder persönlich an einem der vier Standorte oder über das Livestreaming

Gestern fand die zweite Veranstaltung aus der Reihe Fit4Digital statt, die ausschließlich dem Thema Cybersecurity gewidmet war. Die Sicherheit der digitalen Infrastruktur und Daten standen im Mittelpunkt der zeitgleich vom Cerchio ICT in vier verschiedenen Regionen organisierten Veranstaltung.
In der neuen digitalen Gesellschaft hängt der Alltag - von der Gesundheit der Bürger bis zur Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Territorien - zunehmend von digitalen Infrastrukturen und Diensten ab. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, den Schutz vor Bedrohungen zu verbessern, die es weltweit gibt und auch auf lokaler Ebene agieren. Diese Botschaft kam gestern klar von der Tagung Cybersecurity, die vom Cerchio ICT zeitgleich in vier Städten (Bozen, Bologna, Trient und Schio) zum Thema digitale Sicherheit und Strategien für öffentliche Verwaltungen organisiert wurde.
An der Initiative nahmen unter anderem regionale und nationale Einrichtungen wie die Nationale Agentur für Cybersicherheit, der Datenschutzbeauftragte, Leiter der Postpolizei, Persönlichkeiten aus dem Hochschulbereich und Experten aus der Branche teil.
"Die Südtiroler Landesverwaltung reagiert auf dieses neue Bedürfnis stark, entschlossen, angetrieben von einem Gefühl der Verantwortung gegenüber den Bürgern, dem Schutz der Daten und der Dienstleistungen, die heute dank einer wichtigen Zusammenarbeit zwischen Abteilung Informatik, dem Organisationsamt und der Südtiroler Informatik AG“ hielt Landeshauptmann Arno Kompatscher als Redner der Tagung fest, der mit seinen Kollegen Maurizio Fugatti, Landeshauptmann der Autonomen Provinz Trient, Paola Salomoni, Regionalrätin für Schule, Universität, Forschung, Digitale Agenda der Region Emilia-Romagna und Francesco Calzavara - Regionalrat für die Programmierung, Programmdurchführung, Beziehungen zum Regionalrat, Haushalt und Vermögen und Allgemeine Angelegenheiten - EE.LL wichtige Einblicke gegeben hat.
„Die Südtiroler Landesregierung hat erhebliche Anstrengungen unternommen, um das zu erhöhen, was die nationale Agentur für Cybersicherheit selbst als Resilienz bezeichnet, nämlich die Fähigkeit zur Vorbereitung, Handeln und Wiederherstellung im Falle eines Cyberangriffs“, fährt LH Kompatscher fort. Die Ressourcen für die Cybersicherheit wurden aufgestockt, eine ganze Einheit wurde eingerichtet, die Sicherheitsdienste für alle öffentlichen Verwaltungen in Südtirol anbietet. Die für die Erbringung von Dienstleistungen für die Bürger genutzte Infrastruktur wurde durch die Einführung neuer Sicherheitstechnologien und die Anpassung bestehender Technologien ausgebaut, und es wurde eine Reihe von Kooperationen eingeleitet, die zur Bekämpfung dieser neuen Bedrohungen unerlässlich sind.
Zusätzlich ist in der Autonomen Provinz Bozen ein Programm zur Sensibilisierung von Themen zur Cybersicherheit gestartet, das heute mehr als 16.000 Teilnehmer erreicht hat, die als Angestellte in den öffentlichen Verwaltungen tätig sind.
Die Tagung Cybersecurity
Der gestrige Cybersecurity-Marathon wurde vom Cerchio ICT organisiert, einer Allianz, die von den vier Inhouse-Gesellschaften aus den jeweiligen Regionen und Provinzen gegründet wurde: Südtiroler Informatik AG, Lepida (Region Emilia Romagna) Trentino Digitale und Pasubio Tecnologia (Alto Vicentino).
Die Veranstaltung fand, wie gesagt, zeitlich von 9 bis 17 Uhr an den Standorten Bozen, Bologna, Schio und Trient statt und wurde als Livestreaming übertragen. Das Programm war eine dichte Abfolge von Beiträgen, abwechselnd aus allen Standorten, in Form von Plenarsitzungen (Verwaltung von Cyberangriffen; Tools zum Schutz personenbezogener Daten; Investitionen und Strategien der Digitalen Agenda 2022-2026; Herausforderungen und Chancen für Cybersicherheitsexperten) und einem lokales Gremium, das sich der Vertiefung der Strategien der vier Länder widmet.
Von Rom aus, wo die Agentur für Cybersicherheit in Italien ihren Sitz hat, war Gianluca Galasso zugeschaltet, Direktor des Dienstes “Operazioni”/CSIRT" der Agentur für Cybersicherheit. Galasso erläuterte die Organisation einer stark expandierenden Struktur und der Aufteilung der Zuständigkeiten auf die anderen nationalen Sicherheitsbehörden: "Im Falle eines Angriffs handelt die Agentur auf der Grundlage eines präzisen Organisationsmodells, das eine kontinuierliche Gewährleistung reaktiver Dienste, eine proaktive Überwachung und eine Risikobewertung umfasst. Insbesondere für die öffentliche Verwaltung bieten wir eine hochspezialisierte Unterstützung, da wir von zahlreichen Vorfällen auf nationaler Ebene in Kenntnis sind. Der am stärksten betroffene Sektor ist der Gesundheitssektor, da er hochsensible Daten speichert und bei Heckern die falsche Vorstellung erweckt, problemlos Lösegeld verlangen zu können".
Das Thema Datensicherheit wurde von Guido Scorza, Mitglied des Datenschutzbeauftragten, behandelt: "Die Aufmerksamkeit und Sensibilität hat sich verändert. Wir haben verstanden, dass es besser ist, zu investieren und zu verhindern, als im Notfall viel Geld auszugeben. Früher galt die Privatsphäre als Kostenfaktor, heute betrachten wir sie als Ressource, ebenso wie das Recht auf Privatsphäre keine formale Belastung ist, sondern eine Investition, die Effizienz in der Öffentlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit im privaten Bereich schafft. Der von Europa eingeschlagene Weg lautet: Risikoanalyse, Ermittlung von Lösungen zur Risikominderung. In der Datengesellschaft ist die europäische Gesetzgebung zum Schutz personenbezogener Daten als überlebensnotweniges Handbuch zu betrachten, und der Schutz der Daten muss bei der Auswahl des Anbieters ausschlaggebend sein".
Das Interesse am Thema ist sehr groß: Insgesamt haben mehr 3.200 Personen die Tagung mitverfolgt – entweder persönlich an einem der vier Standorte oder über das Streaming.
Zur Website des Cerchio ICT mit dem Programm der Tagung: www.cerchioict.it



